09.06.2015 / Allgemein / /

Deponie Schellhammer – Leserbrief von Andreas Meyerhans

Leserbrief von Kantonsrat Andreas Meyerhans

Ja zur Deponie Schellhammer

Die Bautätigkeit in der Gemeinde Wollerau und im Bezirk Höfe hält an. Das anfallende Aushubmaterial kann seit längerem nicht mehr im ganzen Umfang in unserem Bezirk abgelagert werden. Der Kanton hat die Höfner Gemeinden im Rahmen der Richtplanergänzung 2008 aufgefordert, Deponieraum zu schaffen. Seit 2012 liegt ein Konzept mit fünf Standorten vor, das nun – vom Kanton abgesegnet – Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Wer unseren Bezirk, seine Siedlungs-, Arbeits-, Landwirtschafts- und Erholungsgebiete betrachtet, kommt relativ schnell zum Schluss, dass Deponieraum fast nur noch in Gebieten geschaffen werden kann, das ausserhalb des überbauten Gebietes liegt und damit auch Erholungsraum tangiert. Das Faktum, dass verschiedene vom Kanton Schwyz in früherer Zeit evaluierte Standorte heute aufgrund des verschärften Gewässerschutzgesetzes gar nicht mehr in Frage kommen, schränkt die Auswahl möglicher Aushubdeponien weiter ein.
Die geplante Deponie Schellhammer kommt nicht an einem perfekten Ort zu stehen und wird für einige Jahre das Naherholungsgebiet tangieren. Aber sie ist unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile ein Beitrag zur Lösung unseres Deponieproblems, das wir nicht weiterhin exportieren können. Ich bin überzeugt, dass die Gemeinde Wollerau nur zu einem Betriebsreglement Ja sagen wird, das die Interessen der Anwohner wie der Naherholungssuchenden genauso berücksichtigt wie die Interessen des Landeigentümers und der Deponiebetreiber.
Was bleibt uns als Alternative bei einem Nein? Die Abklärungen für den Standort Neumühle laufen. Werden sich dann auch dort gegnerische Stimmen mit dem Verweis auf das Naherholungsgebiet Itlimoos melden und wir das Problem weiterhin exportieren?
Ich sage Ja zur temporären Ablagerungszone im Schellhammer.

Andreas Meyerhans, Wollerau