14.09.2017 / Allgemein / /

Antwort von Markus Hauenstein auf den offenen Brief von Hansruedi Göldi

Lieber Hansruedi

 Mit Erstaunen habe ich Deinen Leserbrief im „Höfner Volksblatt“ vom Donnerstag, 14. September gelesen. Gerne gebe ich Dir eine Antwort.

Ich gehe davon aus, dass Du die offizielle Medienmitteilung der CVP Wollerau auf Facebook kommentierst, welche auch im „Höfner Volksblatt“ veröffentlicht wurde. In dieser empfiehlt die CVP Beatrice Rohrer zur Wahl. Ich persönlich habe keine Statements auf Facebook zu den Wollerauer Gemeinderatswahlen gemacht.

Unsere Ortspartei hat nach der Podiumsveranstaltung vom 30. August im Rahmen einer gut besuchten Mitgliederversammlung über die Wahlempfehlung für die kommende Gemeinderats-Ersatzwahl befunden. Die Versammlungsteilnehmer haben nach einer umfassenden Meinungsbildung grossmehrheitlich Beatrice Rohrer die Unterstützung zugesagt. Auszug aus unserer Medienmitteilung: „Dabei wurden neben den Profilen der Kandidatinnen und Kandidaten auch die aktuelle Zusammensetzung des Gemeinderats und weitere allgemeinere Punkte ins Feld geführt. Die CVP ist der Ansicht, dass die politische Landschaft in unserem Dorf möglichst breit im Gemeinderat abgebildet sein sollte. Mit Beatrice Rohrer würde die SP und eine Frau wieder Einsitz im Gemeinderat nehmen. Die politische Erfahrung, die die ehemalige Bezirks- und Kantonsrätin mitbringt, ist für die CVP ein weiterer Punkt, der für sie spricht.“ Ich kann daher Dein Unverständnis oder gar Entsetzen nicht verstehen.

Es trifft zu, dass die CVP keine Kandidatur für diese Ersatzwahlen portiert hat. Ich möchte Dir als FDP-Mitglied aber zu bedenken geben, dass das Verhalten der FDP Wollerau nach dem Rücktritt von Gemeinderat Stefan Blum gegenüber den anderen Ortsparteien nicht überaus vertrauenswürdig war.

Machen wir einen kurzen Rückblick. Auszug aus Medienmitteilung der FDP Wollerau vom August 2014: „Der Vorstand der FDP hat immer betont, dass eine ausgewogene Parteien-Zusammensetzung das Ideal einer Kommunalbehörde ist. Eine Mehrheit im Gemeinderat hat die FDP nie gesucht.“ Diese Ansicht wurde auch jeweils zwischen den zwei Präsidien so besprochen, dass bei einer nächsten Vakanz den Mehrheitsverhältnissen Rechnung getragen werden soll. Am 7. März 2017 durften wir im Höfner Volksblatt lesen, dass Stefan Blum zurücktritt. Dieser Rücktritt als auch die Übernahme seiner neuen Aufgaben verursachte viel Erklärungsbedarf und hat einige Gemüter erhitzt. Bereits an der FDP-Mitgliederversammlung vom 23. März 2017 nominierte die FDP Franziska Zingg. Alle anderen Wollerauer Ortsparteien waren vor den Kopf gestossen und haben das Vorpreschen der FDP nicht goutiert. Zu diesem Zeitpunkt war der Rücktritt von Gemeinderat Kurt Grob und Gemeindepräsident Ueli Metzger noch kein Thema. Du selbst hältst in Deinem Leserbrief fest, dass „inzwischen klar“ ist, dass „nächstes Jahr die Karten neu gemischt“ werden – und „dann durchaus andere Kräfteverhältnisse herrschen können“. Wenn es der FDP darum gegangen wäre, klare Verhältnisse zu schaffen, hätte sie vor der Nomination von Franziska Zingg die Karten auf den Tisch gelegt. Das hat sie verpasst. Und Deine Betonung von „durchaus“ zeigt, dass weiterhin unklar ist, wie sich die Situation im Frühling 2018 präsentieren wird …

Mir zu unterstellen, dass man eine – sehr wohl –  fähige Kandidatin verheizt, ist nicht unser Problem, sondern das Problem Deiner Partei! Das Anliegen der CVP Wollerau und mein persönliches Anliegen ist es, dass wir im Sommer 2018 ein harmonierendes Gremium haben, das Wollerau auch in der kommenden Legislatur einen Schritt vorwärts bringt. Als langjähriger Bauverwalter, der mit mir während vielen, vielen Stunden die Gemeindepolitik mitgeprägt hat, weisst Du sehr wohl, dass mir dies mehr am Herzen liegt als Machtspiele.

Ich schliesse mit dem Schlusssatz unserer Medienmitteilung: „Wer auch immer am 24. September das Rennen machen wird: Der Gemeinderat Wollerau wird durch eine fähige Persönlichkeit ergänzt.“

Bis zum nächsten Mal.
Markus Hauenstein, Parteipräsident CVP Wollerau