16.07.2015 / Allgemein / /

«Geflüster» beim Blatt-Tunnel – Artikel Höfner Volksblatt vom 16.7.2015

Seit einigen Tagen sorgt der neue, leisere Belag vor dem Wollerauer Blatt-Tunnel für zufriedene Gesichter auf allen Seiten. Dafür überbrachten die Initianten der CVP dem Gemeinderat den Dank in Form eines kleinen Geschenks. Denn der einfachen Lärmmassnahme geht eine lange Geschichte voraus.

von Andreas Knobel (Text und Foto)

Übergabe kleines Präsent der CVP Wollearu an GR Kurt Grob


Es gibt in der Politik wenige Projekte, die nur zufriedene Gesichter hinterlassen. Die Belagssanierung vor dem Westportal des Blatt-Tunnels in Wollerau gehört dazu. Seit einigen Tagen ist dieser Abschnitt von Ende des Tunnels bis zur Kantonsgrenze bei Richterswil nämlich frisch aufbereitet – und vor allem leiser. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn das Bundesamt für Strassen (Astra) in den Sommermonaten jeweils Teilstück für Teilstück zwischen Wollishofen und Reichenburg in Nachtarbeit erneuert.
«Ein cleveres Lobbying»
Denn ausgerechnet diese wenigen Hundert Meter sollten eigentlich nicht neu asphaltiert werden, bestimmte das Astra. Der Zustand genüge noch bis zur Totalsanierung in einigen Jahren. Erst als die Baumaschinen in Richterswil stoppten, wurde dies vor allem von Anwohnern der Wohngebiete Altenbach und Mühlebach, die unter dem Lärm besonders zu leiden hatten, bemerkt. Die CVP Wollerau mit Ortspräsident Markus Hauenstein nahm den Ball auf und intervenierte bei der Gemeinde. Dabei stiess man beim zuständigen Gemeinderat Kurt Grob auf offene Ohren, der sich ans Astra wandte und zudem Lärmmessungen vornehmen liess. Als sich dann auch noch Bezirksschulpräsident Stefan Bättig im Namen der Schulkinder in der Riedmatt für einen neuen Belag einsetzte, kam das Astra auf seinen Entscheid zurück und ordnete die Sanierung ausserplanmässig an.
«Ein cleveres Lobbying», nennt dies der Wollerauer Gemeinderat und Schulpräsident Marco Casanova – Lobbying im positiven Sinne allerdings. Deshalb war es Casanova und Hauenstein ein Anliegen, im Namen der betroffenen Bevölkerung der Gemeinde mit Gemeinderat Kurt Grob ein Dankeschön mit kleinem Präsent zu überbringen.
Bevölkerung bestätigt Wirkung
Grob seinerseits gab den Dank gerne zurück. Es sei ein gemeinschaftliches Anliegen gewesen, bei dem alle am gleichen Strick gezogen haben. Alle drei bezogen denn auch das Bundesamt für Strassen in ihren Dank ein – im Wissen, dass sie ohne die Flexibilität der Astra-Mitarbeiter ihr Anliegen kaum hätten durchsetzen können. Stellt sich noch die Frage, ob der neue geräuscharme Belag tatsächlich Wirkung zeigt. «Ja, die Reaktionen aus der Bevölkerung sind eindeutig positiv», bestätigt Hauenstein. Grob kündigte zudem an, erneut Messungen vorzunehmen, um den Erfolg Schwarz auf Weiss belegen zu können. Und irgendwann werde dann bestimmt auch noch die Schallschutzlücke bei der Mülitobelbrücke an der Grenze zu Richterswil geschlossen …